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Hier haben wir einige Tips zusammengestellt, wenn ein Auslandshund zu Ihnen kommt.....

 

Hunde-Guide
Liebe Hundeinteressenten,
wir haben uns entschieden, Ihnen diesen kleinen Hunde-Guide zur Verfügung zu stellen, um
Sie vor Ankunft Ihres neuen Hundes optimal zu informieren und sie auf das Kommende
vorzubereiten.
Das Meiste werden Sie bereits bei der Vorkontrolle erfahren haben, jedoch ist es immer
besser, alles nochmal schwarz auf weiß in den Händen zu halten.
Unser Hauptziel ist es, die Ankunft Ihres neuen Familienmitgliedes für Ihre Familie und den
Hund so stressfrei wie möglich zu gestalten.
Natürlich geht die Ankunft des Hundes mit vielen Erwartungen und Wünschen einher und
wenn das dann nicht sofort so klappt, ist man enttäuscht und macht sich Gedanken, ob die
Anschaffung eines Hundes doch die richtige Entscheidung war.
Aus diesem Grund bekommen Sie diese Vorab – Information, denn wenn man auf viele
mögliche Eventualitäten vorbereitet ist, kann einen fast nichts mehr überraschen, und vieles
fällt leichter.
Unsere größte Sorge ist stets, dass der Hund wieder abgegeben wird. Daher möchten wir
Sie bitten, folgende Hinweise sorgfältig zu lesen und zu beherzigen. Eine Rückgabe ist für
die Hunde eine ganz furchtbare Sache und stellt uns außerdem vor große Probleme, da
wir meist auf die Schnelle einen neuen Platz finden müssen.
Zumeist erfolgt die Rückgabe, weil am Anfang entscheidende Fehler bei der Eingewöhnung
des Hundes gemacht wurden und zu wenig auf seine individuellen Bedürfnisse
eingegangen wurde.
Wie Hund und Besitzer ein Dreamteam werden oder Hunde müssen auch bei
Regenwetter Pippi!
Auslandshunde binden sich meist sehr schnell an ihre neuen Besitzer, da es oft das
erste richtige Zuhause ist, das sie kennenlernen dürfen. Jede Rückgabe bedeutet für
den Hund ein großes Trauma und erschwert eine neue Vermittlung.
Die Neuanschaffung eines Hundes geht immer mit einer großen Verantwortung einher, egal
ob dies ein Rassehund oder ein Tierheimhund ist. Adoptiert man einen Hund aus dem
Tierheim, dann handelt man damit im Sinne des Tierschutzes und hilft Tieren in Not, die
sonst evtl. keine Chance mehr hätten.

Es sollte nämlich stets gewährleistet sein, dass der Hund mindestens dreimal am Tag sein
Geschäft erledigen kann - und dies nicht nur im Garten. Die empfohlene Gassizeit liegt bei
einem mittelgroßen Hund bei circa 1-1,5 h täglich - bei jedem Wetter. Bei Berufstätigen ist
dies nicht immer einfach zu koordinieren und wenn man es zeitlich nicht schafft, muss
man sich um eine Vertretung kümmern. Aus diesem Grund sollte jedes Familienmitglied
bereit sein, sich um den Hund zu kümmern, auch wenn es nicht immer ganz einfach ist.
Bei alleinstehenden Personen ist es notwendig, sich vor Anschaffung des Hundes um
einen geeigneten Vertreter zu kümmern und abzuklären, ob die anfallenden Kosten
getragen werden können. Dies gilt auch für Krankenhaus oder Kuraufenthalte.
Die Haltung des Hundes in einer Wohnung / Haus mit Garten ist artgerechter als eine
reine Wohnungshaltung, aber trotzdem ersetzt der Garten nicht das tägliche Gassi.
Denn neben der reinen Bewegung sollte während des Spaziergangs der Hund mit
verschiedenen Spielen und Aufgaben auch mental ausgelastet werden. Gerade bei
Arbeitshunden und Mixen wie Border Collie, Jagdhunden, Husky oder anderen ist dies
absolut notwendig, da sie sonst dazu neigen, ihre überschüssige Energie im Haus oder
Garten abzulassen. Somit kommt man zu einer kostenlosen Garten- und
Wohnungsumgestaltung, die einem aber meist nicht so gut wie dem Hund gefällt.
Der Kampf ums Futter ist vorbei oder der Parkettboden ist kein Klo!
Das vorherige Leben unserer Hunde unterscheidet sich zum Leben in Deutschland
komplett. Bisher waren sie in Zwingern mit einem oder mehreren Hunden untergebracht,
und mussten um ihr Futter kämpfen. Die meisten Hunde verschlingen anfangs
Unmengen an Futter, da sie Sorge haben, dass es morgen evtl. nichts mehr gibt. Die
Futtermengen dürfen deshalb nur portioniert gegeben werden. Niemals dem Tier zu viel
füttern. Der Magen muss sich erst an das veränderte Futter und die Menge anpassen.
Ein weiterer Nachteil der Zwingerhaltung ohne Gassigänge ist, das die Hunde ihr
Geschäft stets dort erledigt haben und nicht wissen, dass eine Terrasse und
Parkettboden keineToilette sind.
Bei einigen Hunden dauert es bis zu einer Woche, bis sie verstanden haben,dass
Gassigehen den Sinn hat, das Geschäft draußen zu erledigen. Jedoch dauert es
manchmal v.a. bei Welpen und Junghunden auch länger. Erziehungsmaßnahmen wie
Schnauze ins Pippi halten sind nicht geeignet dem Hund Stubenreinheit beizubringen.
Es verstärkt eher seine Angst. Bitte kontaktieren Sie uns falls der Hund auch nach
einigen Tagen sein Geschäft noch nicht draußen erledigt. Wir beraten sie gerne.

VielAuch Kuscheln will gelernt sein
Bisher waren die Hunde es nicht gewohnt, dass sie, abgesehen von Füttern und
Saubermachen, menschlichen Kontakt erhalten haben. Dies ist für den Hund anfangs
evtl. eine Umstellung und er braucht etwas Zeit, um aufzutauen und zu merken, dass
Streicheln, Toben und Bürsten angenehm sind und er sich darüber freuen kann. Haben
Sie Geduld und lassen Sie den Hund von sich aus kommen. Zeigen Sie ihm zunächst
verschiedene, ungewohnte Gegenstände wie Bürste, Staubsauger oder andere Küchenoder
Gartengeräte. Unsere Hunde haben so etwas noch nie zuvor gesehen und sind
meist allem Unbekannten gegenüber eher vorsichtig. Zwingen sie den Hund nicht Dinge
zu tun, wenn sie merken, dass es ihn ängstigt. Durch tägliches Training und schrittweise
Anpassung an die ungewohnte Situation lässt sich das Angstverhalten mit Geduld
reduzieren. Dies gilt auch anfangs für das tägliche Gassi gehen.
Umso länger der Hund bei ihnen ist, umso mehr Vertrauen wird er auch zu Ihnen
aufbauen. Damit kann er kritische Situationen einfacher durchstehen, weil er seinen
„Partner“ an der Seite hat.


Straßenhunde sind meistens sozial oder Reisen ist anstrengend !
Straßenhunde aus Rumänien sind in der Regel sehr verträglich mit
Artgenossen.

Der Grund:
Unverträgliche, aggressive Hunde auf der Straße überleben nicht lange, da sie in
Revierkämpfen getötet werden. Bisher hatten wir noch keinen wirklich unverträglichen
Hund in der Vermittlung. Doch ist auch hier zu beachten, dass durch einen Umzug in ein
schönes Zuhause und dem Gewinn eines Besitzers, sich die Situation ändern kann. Vor
allem Hütehunde neigen manchmal dazu, alles als IHRES zu betrachten und ihr neues
Heim zu verteidigen oder ihr Verhalten beim Gassi gehen zu verändern.
Im Vorfeld der Vermittlung können wir Ihnen meist nur unsere Einschätzung der Hunde
vor Ort im Zwinger geben. Cristina  kennt ihre Hunde sehr gut, jedoch
können wir nie ausschließen, dass sich der Hund in Deutschland anders verhält..
Unsere Hunde sind es gewöhnt in einer Hundegruppe zu leben und stets Artgenossen um
sich zu haben. Dies produziert natürlich nicht nur Freude und Sicherheit, sondern auch
manchmal Stress, fehlende Möglichkeiten sich zurückzuziehen und einen erhöhten
Stresspegel.
Wir hatten bereits sehr scheue Hunde, die sich in Deutschland nach einigen Tagen zu
sehr angepassten lieben und zutraulichen Hunden verändert haben. Und ebenso Hunde,
die in Rumänien keinerlei Auffälligkeiten gezeigt haben und plötzlich
ohne Hundefreunde und gewohnte Umgebung zu wahren Angsthasen mutiert sind. Eine
Garantie, dass der Hund sein Verhalten hier so beibehält können wir deshalb nicht
geben.
Nach unserer Erfahrung jedoch sind meist alle Hunde in den ersten Tagen nach dem
anstrengenden Transport noch etwas unsicher und brauchen Zeit um sich an die
veränderte Situation anzupassen. Meist verläuft dies schneller, wenn schon ein Hund in der
Familie lebt.
Von daher ist das Verhalten des Hundes in den ersten 1-2 Wochen nach Transport kein Indiz
dafür, dass das Verhalten des Hundes auch so bleibt. Lassen Sie ihr neues Familienmitglied

erstmals ankommen, bedrängen Sie es nicht und lassen Sie den Hund von sich aus
kommen. Meist kann man mit Gabe von Futter die erste Bindung zum neuen Besitzer
unterstützen.
Neuankömmlinge mögen keine Schaumbäder oder bitte nicht im Turbogang zum
Tierarzt !
Ein häufiger Fehler nach Ankunft des neues Familienmitgliedes ist es, dass die Familie
den Hund in den ersten Tagen überfordert. So wird versucht den Hund zum glücklichen
Gassi gehen zu überreden, obwohl der Hund vorher noch nie an einer Leine gelaufen ist.
Oder er wird in ein duftendes Schaumbad im engen Badezimmer gesteckt, obwohl sich
der Hund nicht einmal daran gewöhnt hat im Haus zu leben.
Auch wird der Hund aus Vorsicht oder weil er sich komisch verhält übereifrig einem Tierarzt
vorgestellt. Dies heißt wiederum Änderung des Umfeldes, erneute Autofahrt und Warten im
Wartezimmer mit anderen Hunden und evt. noch Behandlung. Dies führt zu massivsten
Stress und kann aus jedem ausgeglichenen Hund ein hysterisches Häuflein Elend machen.
In der Panik schnappt der Hund, zieht sich zurück, bekommt Durchfall und die Bindung
zum neuen Besitzer leidet erheblich darunter.
Bitte vermeiden sie deshalb DRINGEND neue Stresssituationen Allein der Transport in
engen Boxen mit vielen anderen Hunden in eine ungewisse Zukunft ist Stress genug und
man sollte jede weitere Aufregung vermeiden.
Auch wenn der Hund unangenehm riecht, verfilztes Fell hat oder seine Augen vom
Transport her noch tränen – kümmern sie sich darum erst nach einigen Tagen im neuen
Heim.
Doppelt hält besser oder wenn weg, dann weg!
Auch das Umladen bzw. Entladen vom Transport ins Auto des neuen Besitzers ist eine
sehr extreme Situation. Nach stundenlangem Transport in der Box wird der Hund
herausgeholt, er befindet sich in fremder Umgebung mit fremden Leuten und Gerüchen
und wird zumeist genötigt in eine neue Box umzusteigen oder in ein ihm unbekanntes
Geschirr zu steigen.
Der größte Anteil von Hunden aus dem Ausland, die entlaufen und dann
verunglücken, entwischen beim Umlademanöver zwischen Transportauto und Auto
der neuen Besitzer. Dies ist absolut vermeidbar und es liegt in der Verantwortung des
neuen Besitzers dies zu vermeiden.
Bitte besorgen Sie sich vor Ankunft ihres Hundes ein Sicherheitsgeschirr (wir
vermessen den Hund gerne noch in Rumänien oder Griechenland für Sie) und legen Sie
es dem Hund im
Inneren des Transporters mit geschlossenen Türen um. Ein Sicherheitsgeschirr ist
KEIN Norwegergeschirr oder eins der handelsüblichen Geschirre, sondern es hat einen
weiteren Gurt um den Bauch. Dies verhindert das Rückwärts herausgehen des Hundes
aus dem Geschirr.
Wer schon mal gesehen hat, wie schnell sich ein Hund aus einem normalen
Norwegergeschirr befreien kann, weiß was wir meinen. Zudem hat der Hund noch aus
Rumänien ein eng sitzendes Halsband um. Die Leine sollte an einem
Ende am Geschirr und am anderen Ende am Halsband befestigt werden. Nur so ist der
Hund wirklich gesichert.


Vermeiden sie Gassigehen am Abladeplatz. Nehmen Sie den Hund in ihr Auto und
halten sie lieber an einem verkehrsberuhigten Ort an. Der Hund sollte erst in ihren
Wohnräumen mit geschlossenen Türen wieder ab geleint werden. Belassen Sie das
Sicherheitsgeschirr in den ersten Tagen am Hund. Spazieren an der Leine kann bereits
in den Wohnräumen oder im Garten geübt werden.
Seien Sie darauf vorbereitet, dass der Hund nach dem Transport große Mengen Urin und
Kot absetzt, da er es sich ja meist auf dem Transport stundenlang verbissen hat. Legen
sie im Auto eine Plastikfolie und eine Decke unter bevor sie den Hund einladen.
Eine andere Lösung ist das Umladen des Hundes von seiner Transportbox in eine
selbst mitgebrachte Box. Dies ist die sicherste und sauberste Lösung. Bitte beachten
Sie dass die Box die richtige Größe hat.
Bitte unterschätzen sie die Gefahr des Umladens nicht. Wenn der Hund mal entkommen ist,
gibt es nur sehr wenige Chancen ihn wieder einzufangen, da er komplett panisch und
verängstigt ist und niemanden kennt zu dem er Vertrauen hat. Meist laufen die Hunde direkt
auf die nächste Straße und werden überfahren. Dies wollen wir unbedingt vermeiden.
Verlassen Sie sich beim Umlademanöver NICHT auf den Transporteur. Zumeist sind
diese in Eile und wollen den Hund nur schnell aus dem Auto haben. Verantwortlich für die
korrekte Übergabe in ihr Auto sind SIE selbst.


Tipps für die erste Zeit


· Die Hunde kennen Sie nicht, sie wissen nicht, dass Sie „ihr Retter“ sind. Lassen
Sie dem Tier Zeit und bestürmen Sie es nicht bei der ersten Begegnung. Kommen
Sie bitte nicht mit zu vielen Personen zur Abholung, sondern wenn möglich nur zu
zweit.


· Bitte bringen Sie Ihren vorhandenen Hund, wenn möglich, nur dann mit zur
Abholung, wenn Sie die Hunde separiert voneinander (und nicht nur mittels eines
Hundegitters) transportieren können. So können die Hunde schon geruchliche
Informationen aufnehmen. Eine Zusammenführung direkt nach der Fahrt, auf
einem belebten Parkplatz, in emotional aufgeladener Situation, ist denkbar
ungeeignet.


· Wenn Sie mit dem Hund zu Hause ankommen, lassen Sie ihm bitte erst mal viel
Zeit, um das Haus zu erkunden. Den vorhandenen Ersthund sollten Sie zunächst
separieren. Der neue Hund sollte sich in aller Ruhe umsehen können.


· Bitten Sie Freunde und Nachbarn, dem Hund eine Eingewöhnungszeit zu
gewähren und laden Sie nicht sofort alle zur Begrüßung des neuen
Mitbewohners ein.


· Stundenlange Spaziergänge sind am Anfang für viele Hunde viel zu
anstrengend, da sie häufig kaum Muskulatur haben und mit den vielen
Eindrücken überfordert sind.


· Bedenken Sie die Hunde kennen meistens keinen Straßenverkehr, keine
Radfahrer, keine Jogger, keine Flugzeuge oder ähnlichen Trubel in
Großstädten


· Achten Sie bitte auf Ihre Körpersprache und verängstigen Sie den Hund nicht

dadurch, dass Sie laut auf ihn einreden, frontal auf ihn zugehen, ihn anstarren oder
sich über ihn beugen. Denken Sie immer daran, der Hund weiß nicht, dass Sie „sein
Retter“ sind und er kann Ihre Liebesbekundungen missverstehen. Wenn Sie zum
Hund Erstkontakt aufnehmen, versuchen sie in die Hocke zu gehen, sich dem Hund
von der Seite zu näheren und bieten sie ihm ein Leckerchen in der ausgestreckten
Hand an. Starren Sie ihm hierbei nicht in die Augen, dies könnte ihn verängstigen.
Lassen Sie ihn von sich aus zu ihnen kommen und drängen ihn nicht in eine Ecke.
Bitte erklären Sie dies auch unbedingt ihren Kindern und versuchen Sie erst am
Folgetag nach Ankunft den Hund mit allen Familienmitglieder bekannt zu machen.


· Der Hund braucht einen Ruheplatz, an dem er sich zurückziehen kann und er
sich sicher fühlt. Niemand sollte ihn da stören, auch Kinder müssen davon
abgehalten werden.


· Üben Sie von Anfang an das Alleinbleiben, indem Sie den Hund schrittweise und
allmählich in länger werdenden Zeitintervallen allein lassen. Nutzen Sie die Zeiten,
in denen der Hund ohnehin nicht aktiv ist.


· Falls es Probleme gibt, kontaktieren Sie uns bitte. Meist können wir v.a. anfangs
mit Tipps helfen, die ein gutes Miteinander unterstützen. Wenn es größere
Probleme gibt, sollte ein erfahrener Trainer zu Rate gezogen werden. Bitte
achten Sie hier unbedingt darauf, dass hier mit positiver Verstärkung gearbeitet
wird und nicht mit Angst und massiver Unterordnung. Gerne helfen wir Ihnen bei
der Auswahl der geeigneten Hundeschule.


Häufig gestellte Fragen:


1. Muss ich Angst haben, dass mein Hund Parasiten hat ?
Vor Abfahrt ins neue Zuhause werden unsere Hunde alle entwurmt, bekommen
prophylaktisch Medikamente gegen Giardien und einen Spot on gegen Zecken
und Flöhe. Natürlich kann es passieren, dass sich der Hund auf dem
Transport noch einen Floh vom Nachbarhund einfängt oder sie resistent gegen
Spot on waren.
Bitte kontrollieren Sie einige Tage nach Ankunft, zum Beispiel nach dem ersten
Bad, das Fell des Hundes.


2. Werden die Hunde vor Abfahrt gewaschen, gebürstet oder
erhalten Krallenpflege ?
Leider schaffen wir es vor Abfahrt nicht in der Pension, die Hunde zu baden oder zu pflegen.
Es ist sehr gut möglich, dass der Hund bei Ankunft nicht gut riecht oder v.a. langhaarige
Hunde Filz im Fell haben. Bitte kümmern sie sich darum erst einige Tage nach Ankunft im
neuen Zuhause.
( vorzugsweise bei ihnen zu Hause und nicht im Hundefriseursalon)


3. Mein Hund niest manchmal oder hat leicht tränende Augen
Dies haben wir nach Transporten schon häufig erlebt, wobei dies meist die Katzen und nicht
die Hunde betrifft. Durch die Klimaanlage und oder den Fahrtwind kann es manchmal zu
solchen Symptomen kommen, die jedoch meist nach 1-3 Tagen nachlassen und
verschwinden.

4. Stellen unter dem Tisch oder unter dem Sofa und versteckt sich. Und das obwohl
es hieß er sei zutraulich.
Bitte lassen Sie dem Hund Zeit. Bedrängen sie ihn nicht und ignorieren ihn einfach. Wenn er
sich nach dem Transport ausgeschlafen hat, können Sie versuchen sich ihm von der Seite
auf 1-2 m zu näheren und bieten ihm ein Leckerchen auf der Hand an oder werfen sie es
ihm zu. Beliebt sind Würstchen, Käsestückchen, Katzenfutter oder ähnliches. Wenn dies
nicht klappt, versuchen sie es am nächsten Tag nochmals.


5. Der Hund ist nicht stubenrein
Dies trifft anfangs auf fast alle Hunde zu. Sie müssen sich erst daran gewöhnen, dass sie
Gassi gehen oder einen Garten haben. Entfernen Sie den „ Unfall“ ohne zu schimpfen und
zeigen sie dem Hund, wo die Tür zum Garten ist oder gewöhnen sie ihn langsam bei
Wohnungshaltung
daran, dass es regelmäßige Gassizeiten gibt. Versuchen sie anfangs die Zeiten
einzu
halten, damit der Hund sich dran gewöhnen kann. Achten Sie dann auf Signale ihres
Hundes – z.B. wenn er an der Tür steht oder unruhig wird. Nehmen Sie dann sofort die
Leine und gehen Gassi oder öffnen die Tür zum Garten. Loben Sie hierbei den Hund
ausgiebig und überschwänglich.


6. Wie kann ich dem Hund beibringen was richtig und falsch ist
Achten Sie darauf wie sie ihrem Hund etwas mitteilen. Wichtiger als das WAS sie sagen, ist
hierbei ihre Körpersprache und ihre Stimme. Wenn Sie ihren Hund belohnen, dann
versuchen sie ihre Stimme eher hoch klingen zu lassen und legen sie deutliche
Begeisterung in die Stimme. Wenn ihr Hund etwas nicht tun soll – teilen Sie ihm dies mit
dem Wort Nein oder Schluss mit genügend Sicherheit in der Stimme. Wenn der Hund
darauf nicht reagiert, verwenden sie parallel dazu eine Schüttelbox. (Plastikbox mit Münzen
darin die Sie kurz schütteln können)
Zur Kleintierverträglichkeit können wir nichts sagen. Bitte führen sie Ihren Hund langsam an


7. Der Hund passt sich in die Familie in den ersten Tagen nicht so ein wie ich
es mir vorgestellt habe ?
Was soll ich tun ?
Bitte kontaktieren Sie uns. Wir versuchen Ihnen Tipps zu geben, wie man die Situation
verbessern kann. Evtl. ist es nötig, dass Sie einen Hundetrainer zu Rate ziehen, der einen
Hausbesuch macht. Bitte seien Sie sich bewusst, dass dies evtl. passiert und, dass
hierbei auch finanzielle Kosten auf Sie zukommen. Die Abgabe des Hundes sollte der
letzte Punkt sein, wenn alle anderen Versuche keinen Erfolg zeigen. Für uns ist es äußerst

schwierig eine Übergangspflegestelle zu finden bzw. eine neue Endstelle. Für den Hund
bedeutet es eine massive Zusatzbelastung. Es ist uns leider nicht möglich, den Hund
sofort nach einem Anruf abzuholen. Bitte seien sich dessen bewusst.


8. Was soll ich in Zeiten tun wenn ich im Urlaub bin oder mal beruflich bedingt
wenig oder keine Zeit für den Hund habe?
Bitte klären Sie im Vorfeld dringend ab, wer aus ihrem Bekannten oder Familienkreis den
Hund in Zeiten wo Sie keine Zeit haben beaufsichtigen kann. Evtl. müssen Sie auch gegen
ein gewisses Entgelt einen Gassigänger oder eine Urlaubsbetreuung finden. Bitte klären Sie
die Kosten vorab und kalkulieren sie ob dies für sie finanziell tragbar ist.

 


9. Wie sorge ich dafür, dass der Neuankömmling sich mit vorhandenen
Hunden versteht?
Hunde nicht im Revier (Haus und Garten) der vorhandenen Hunde
zusammenführen. Bei mehreren Tieren den Neuankömmling mit einem nach dem
anderen konfrontieren.


Falls sie die Hunde zunächst an die Leine nehmen, sorgen sie für etwas Abstand,
da angeleinte Hunde eine größere Individualdistanz haben. Der neue Hund könnte
andernfalls in Bedrängnis geraten. Hintergrund: Hunde die angeleint sind, haben
Kommunikationsschwierigkeiten.
Lassen Sie dem neuen Hund Zeit, sein neues Terrain zu erkunden. Er darf als erster
das Haus betreten. Damit gar nicht erst Futterneid entsteht, die Hunde besser getrennt
füttern. Auch der vorhandene Hund braucht etwas Zeit, um sich auf den neuen
Mitbewohner einzustellen. Wenn er beleidigt reagiert nicht trösten, sondern sich mit ihm
genauso viel beschäftigen wie mit dem neuen Hund. Das neue Rudel muss sich erst
finden. Schließlich haben sich die Mitglieder ihre Wohngemeinschaft nicht selbst
ausgesucht. Deshalb ist es wichtig, dass es für jeden Hund eine Rückzugsmöglichkeit
gibt.
Innerhalb der ersten zwei Wochen sollten sie Neuankömmling und vorhandene Hunde
nicht alleine lassen. Dies gilt auch für nachts. Schläft ihr erster Hund im Schlafzimmer, ist
es sinnvoll, den neuen Hund zunächst in einem Zimmerkennel unterzubringen, bis
der Ersthund den Neuankömmling akzeptiert.
Sollten Sie dennoch Fragen oder Probleme haben, können Sie sich jederzeit mit uns in
Verbindung setzen.
Das Team von Five4Strays

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